DEMOKRATIE.MACHT.STARK! Bundestagswahl 2021

DEMOKRATIE.MACHT.STARK! Bundestagswahl 2021

Neue Kampagne zur Bundestagswahl 2021 von STARK! im Kölner Norden mit der Demokratiewerkstatt im Kölner Norden und dem Projekt von Outline e.V.

Ziel von STARK! ist es, auf lokaler Ebene im Kölner Norden den Alltag zu verbessern und Menschen in ihrer Vielfalt zusammen zu bringen. Aber manche Ziele lassen sich nur umsetzen, wenn man auch überregional oder sogar bundesweit denkt. Zum Beispiel beim Thema Alltagsdiskriminierung, wo wichtige Entscheidungen auch für Kölner Fälle in Berlin oder Düsseldorf getroffen werden.

Zur Bundestagwahl steht die Auseinandersetzung mit der Bundespolitik und ihrer Bedeutung für die lokale Ebene im Mittelpunkt. Dabei kommen die Themen zur Sprache, an denen die Gruppen der Bürgerplattform arbeiten und die den Kölner Norden bewegen.

Crowdfunding für ein Highlight

Eine besondere Aktion haben wir dabei für die Zielgruppe der jüngeren Nord-Kölnerinnen und Kölner geplant (denächst hier ein Link zum Film). Bei einer Studienfahrt nach Berlin möchten wir ihnen ermöglichen, Bundespolitik mal ganz aus der Nähe kennenzulernen und die Themen herauszuarbeiten, die sie ganz besonders bewegen. Anschließend werden die interessierten jungen Leute an Gesprächen mit Kölner BundestagskandidatInnen teilnehmen und in ihren Gruppen als Multiplikatoren für Demokratie und Wahlbeteiligung wirken. Damit das nicht am Geldbeutel scheitert, gibt es einen Aufruf für ein Crowdfunding auf der Spendenplattform wo2oder3.de der Pax-Bank. 3500€ benötigen wir für die Ansprache der jungen Menschen und die Finanzierung der Studienfahrt. Sollte Corona einen Strich durch diese Fahrt machen, werden wir eine virtuelle Fahrt organisieren. In jedem Fall kommen die Spenden der Kampagne rund um die Bundestagswahl zugute.

Für Demokratie und gegen Politikverdrossenheit

Außerdem ist eine hohe Wahlbeteiligung und die Arbeit gegen Politikverdrossenheit ein wichtiger Motor für die Aktiven der Plattform. Dies konnten wir schon 2020 erfolgreich umsetzen bei der Kampagne zur Kommunal- und Integrationsratswahl [link]. Damals beteiligten sich über 40 Personen und Gruppen an der Social-Media-Kampagne, es gab intensive Gespräche mit den drei stärksten OB-KandidatInnen, viele lokale Aktionen und eine Info-Kampagne über Messenger-Dienste. Mit Erfolg!

Eine Forderung aus der Kampagne zur Kommunalwahl wird z.B. auch bei der Bundestagswahl eine Rolle spielen: Viele wünschen sich ein kommunales Wahlrecht für alle Menschen, die hier leben. Darunter auch Menschen, die sich letztes Jahr aktiv für eine bessere Wahlbeteiligung eingesetzt haben, obwohl sie selbst ihre Stimme (noch) gar nicht für BV und Rat abgeben konnten. So zum Beispiel Nada aus Syrien: „Ich lebe im Kölner Norden, engagiere mich hier unter anderem bei der Kirchengemeinde und in der Bürgerplattform. Es wäre schön gewesen, wenn ich auch die lokalen politischen Vertreter hätte wählen können.“

Aktion mit BundestagskandidatInnen: Was würden Sie eine (zukünftige) Bundespolitikerin oder einen Bundespolitiker fragen?

Marita würde z.B. fragen, was er/sie für bezahlbaren Wohnraum tun wird. Ruhullo interessiert, was er/sie über ein kommunales Wahlrecht für alle denkt. Und Mihriban würde darüber sprechen, wie man gegen Alltagsdiskriminierung z.B. hinsichtlich des muslimischen Kopftuchs vorgehen kann. Unsere Arbeit lebt davon, dass nicht einige den Kummerkasten spielen, sondern dass die Menschen, die ein Thema, betrifft selbst aktiv werden.

Machen Sie mit!

  • Mit Ihrer Spende für die Berlinfahrt
  • Mit Ihrer Stimme für eine hohe Wahlbeteiligung bei #MeineStimmeZählt
  • Mit Ihrem Thema und Ihrer Teilnahme an den Aktionen mit Kölner BundestagskandidatInnen

Was wir alles vorhaben:

Wir möchten dafür sorgen, dass Themen des Kölner Nordens mehr Gehör finden. Dazu planen wir eine umfangreiche Kampagne:

Social-Media Aktion #MeineStimmeZählt

Vor-Ort-Aktionen mit Kölner BundestagskandidatInnen

Politische Bildung und Informationskampagne

Studienfahrt nach Berlin für junge Multiplikatorinnen

Diese Aktionen sind Teil eines intensiven Prozess, in dem Menschen gemeinsam herausfinden, was sie bewegt, welche Rolle die (Bundes-)Politik bei der Arbeit an diesen Themen spielt und wie wir gemeinsam mit den Kölner KandidatInnen daran arbeiten können. Der Prozess umfasst:

  • Themenfindung: Diskussion mit möglichst vielen und diversen Zivilgesellschaftlichen Gruppen und Einzelpersonen über die Themen des Kölner Nordens.
  • Hintergrundwissen: Überblick über Sachlagen, Entscheidungsstrukturen und persönlichen Zuständigkeiten. Wer kann wie, an welcher Stelle etwas verändern? Wer hat die Macht, die Dinge zu verbessern?
  • Stärkende Erfahrungen: Gemeinsame Vorbereitung der Teilnehmenden auf die Gespräche mit BundestagskandidatInnen. Die Gespräche sollen Menschen die Gelegenheit bieten, eine neue, stärkende Erfahrung zu machen. Vor allem sollen Menschen teilnehmen, die bisher wenig Erfahrung auf diesem Gebiet haben.
  • Nachhaltigkeit: Gute Beziehungen aufbauen – auch über den Wahlkampf hinaus.
  • Politische Bildung: Wissen rund um den Bundestag und die BT-Wahl.

Noch ein Hinweis in Sachen Langfristigkeit: wir denken im Hintergrund schon an die Landtagswahl in NRW im Frühjahr 2022.

Unabhängig organisiert und getragen von den Menschen vor Ort.

Stark im Kölner Norden finanziert sich unabhängig aus Mitgliedsbeiträgen der Gruppen und durch Spenden. Um unsere Kampagne in dieser Breite wirklich gut realisieren zu können, haben wir eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Realisation der Vorbereitung und Durchführung der Gespräche mit den BundestagskandidatInnen und vor allem eine Fahrt nach Berlin zum Bundestag, die sich vor allem an junge Menschen aus dem Kölner Norden richtet, die dies allein nicht finanzieren könnten. Falls die Corona-Pandemie einen Strich durch unseren Plan macht, real nach Berlin zu fahren, werden wir eine virtuelle 2-Tagesreise antreten. Mehr dazu finden Sie hier.

#KölnMussReden: Gemeinsam gegen Alltagsdiskriminierung in Köln

#KölnMussReden: Gemeinsam gegen Alltagsdiskriminierung in Köln

Diskriminierung und Rassismus werden spätestens seit dem Mord an George Floyd im Jahr 2020 auch in Deutschland wieder stärker öffentlich diskutiert. Für viele Kölner*innen war und ist dieses Thema jedoch schon vorher ein ganz konkretes – leider erleben sie alltäglich Diskriminierung und Rassismus.

Dagegen arbeiten wir auch in unserer neuen Kampagne #KölnMussReden.

Wir sind aktuell dabei, einige Geschichten von Alltagsrassismus aus Köln in einem Video aufzubereiten, dass auch den nicht Betroffenen vor Augen führt, was einige von uns täglich erfahren müssen.

  • Der Video-Trailer wird hier bald zu sehen sein.

Außerdem haben wir gemeinsam mit weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren aus Köln konkrete politische Forderungen erarbeitet, die Verbesserungen für Betroffene erreichen können. Mehr dazu weiter unten.

In zahlreichen Gesprächen haben Kölner*innen uns von ihren Erfahrungen berichtet. Betroffen sind alltägliche Bereiche wie: Schule & Bildung, Wohnungsmarkt, Arbeitsmarkt aber auch Sprüche oder Blicke auf der Straße oder in der Bahn, an der Diskotür, auf dem Amt oder beim Kontakt mit der Polizei. In den vergangenen Jahren haben wir auch zunehmend Berichte darüber gehört, dass vor allem arabisch/türkisch/muslimisch gelesene Junge Leute in Fitnessstudios Ausgrenzung erfahren und sich dort nicht anmelden können. Hieran haben wir im Bündnis mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen aus Köln bereits gearbeitet (siehe hier: Link).

Auch die Jahresberichte der Kölner Antidiskriminierungsbüros zeichnen dieses ernüchternde Bild:

  1. ÖgG: 280 Fälle 2020 > zum Jahresbericht 2019/2020: https://www.oegg.de/wp-content/uploads/2020/09/oegg_Bericht_2019_7_web.pdf
  2. ADB der Caritas Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit: 157 Fälle 2019 > zum Jahresbericht 2019 https://www.caritas-koeln.de/export/sites/ocv/.content/.galleries/downloads/ADA-Jahresbericht2019.pdf

Was können wir konkret dagegen tun?

Durch unsere Erfahrung im Bereich Fitnessstudios und die vielen Gespräche mit Betroffenen, Antidiskriminierungsbüros, Politik und Zivilgesellschaft haben wir uns entschlossen, uns gemeinsam mit den Menschen, die von Alltagsdiskriminierung betroffen sind, dafür einzusetzen die Situation in Köln zu verbessern. Dafür brauchen wir die Kommunalpolitiker*innen des Kölner Rats!

Was wollen wir erreichen?

Wir wollen, dass über Diskriminierung und Rassismus nicht nur geredet wird, sondern diese Probleme verstärkt auf die kommunalpolitische Agenda in Köln gesetzt werden. Neben den Medien und der Zivilgesellschaft muss auch die Politik hier Verantwortung übernehmen. Die Situation der Betroffenen kann durch politische Entscheidungen des Kölner Rates verbessert werden! Und dafür fordern wir diese Maßnahmen:

  1. Aufstockung der städtisch finanzierten (Verwaltungs-)Personalstellen des unabhängigen Kölner Antidiskriminierungsbüro Öffentlichkeit gegen Gewalt (ÖgG) sowie des Antidiskriminierungsbüro (ADB) der Caritas Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit. Wichtig ist, dass diese Gelder nicht aus anderen Antidiskriminierungs- oder Antirassismus Projekten der Stadt abgezogen werden.
  2. Die zeitnahe Verabschiedung der Antidiskriminierungsrichtlinie für die Kölner Verwaltung. Diese ist seit 2014 in Arbeit und liegt immer noch nicht vor. Hier muss ein verbindlicher Zeithorizont aufgestellt und verabschiedet werden.
  3. In Abstimmung mit den relevanten Akteur*innen sollen städtische Sanktionsmechanismen eingerichtet werden, die in Fällen zum Einsatz kommen, in denen Anbieter von Dienstleistungen oder privaten Gütern wiederholt und systematisch Kölner*innen den Zugang aus Gründen, die in den Schutzbereich des AGGs fallen, verwehren.

Vor diesem Hintergrund soll folgender Vorschlag geprüft werden: Ordnungs- und Gewerbeamt sollen eingebunden werden. Das Ordnungsamt könnte in solchen Fällen „Testings“ im Rahmen des AGG durchführen. Die Ergebnisse dieser Testings werden an das Gewerbeamt weitergegeben und das Gewerbeamt könnte den Hebel des Entzugs der Gewerbelizenz oder ihrer Androhung nutzen, um dafür zu sorgen, dass betroffene Unternehmen oder Akteure ihre Geschäftspraxis in der Art verbessern, dass sie mit dem AGG konform ist. Tun sie dies nicht oder nicht nachvollziehbar, wird keine neue Gewerbelizenz für die Zukunft ausgestellt.

Hier müsste über eine Kontrollinstanz nachgedachte werden bzw. über eine gemeinsame Stelle von Ordnungsamt und Antidiskriminierungsbüros der Stadt, die diese Testings zusammen durchführen und überwachen und die in den ADB’s verankert wird. Möglicherweise könnte das Controlling auch über eine/n Obmann/-Frau Antidiskriminierung des Kölner Rates erfolgen. Des Weiteren bräuchte es gezielte Antidiskriminierungsschulungen und Trainings für die Mitarbeitenden des Ordnungsamtes sowie besagte Antidiskriminierungsrichtlinie für die Verwaltung, zu der auch das Ordnungsamt gehört.

Durch diese Maßnahmen könnte den Betroffenen in ca. 31% der Fälle, die 2019/2020 bei den Kölner ADB’s gemeldet worden sind, der Rücken gestärkt werden.

Wie wollen wir das erreichen?

Dass politische Maßnahmen sinnvoll sind, heißt noch lange nicht, dass sie auch umgesetzt werden. Hier braucht es politischen und öffentlichen Druck! Diesen organisieren wir gerade.

 

Erfolgreiche Kampagne #STARKeWahlen2020 von STARK! im Kölner Norden und Demokratiewerkstatt im Kölner Norden

Erfolgreiche Kampagne #STARKeWahlen2020 von STARK! im Kölner Norden und Demokratiewerkstatt im Kölner Norden

Herzlichen Glückwunsch! Köln kann sich über eine höhere Beteiligung bei den Kommunalwahlen gegenüber 2014 freuen. Die Beteiligung in ganz Köln ist von 49,66 auf 51,41 Prozent, also um 1,75% gestiegen (Ratswahl). Auch die drei Bezirke Chorweiler, Ehrenfeld und Nippes, in denen STARK! im Kölner Norden und die Demokratiewerkstatt im Kölner Norden aktiv sind, können sich über Zuwächse freuen.

Die absolute Zahl der Menschen, die für den Integrationsrat abgestimmt haben, ist seit der Wahl 2014 sehr stark angestiegen, von 34.811 auf 45.734. Das sind satte 10.923 Personen mehr gegenüber 2014. Die Zahl der Wahlberechtigten hat seit dem um mehr als ein Drittel, um 82.346 Personen zugenommen (von 225.251 auf 307.597). Die prozentuale Wahlbeteiligung an der Integrationsratswahl ist zwar leicht gesunken, insgesamt haben 2020 14,87% der MigrantInnen für den Integrationsrat abgestimmt, 2014 waren es 15,45%. Angesichts der vielen ErstwählerInnen, die erst in den letzten 5 Jahren nach Köln gekommen sind und schon jetzt den Weg an die Urne gefunden haben, ist es dennoch ein großer Erfolg. Sie standen vor allem im Fokus der Kampagne der Demokratiewerkstatt.

Der 13. September 2020: Ein guter Tag für die Demokratie!

Gespräch mit Frau Reker, parteilose OB-Kandidatin und amtierende OB von Köln.

Für diese Erfolge haben sich in den vergangenen Monaten sehr viele Menschen engagiert und Veedels-, Vereins-, Religions- und weltanschauungsübergreifend an einem Strang gezogen. Mit beeindruckender Energie wurden Informationen geteilt und Aktionen zur Steigerung der Wahlbeteiligung realisiert. Dass das Interesse an kommunaler Politik zugenommen hat, ließ sich schon im Vorfeld beobachten: 2020 gab es deutlich mehr Kandidaten für den für den Integrationsrat und den Posten der/des OberbürgermeisterIn. So hat zum Beispiel auch Haus Afrika dieses Mal eine eigene Liste ins Rennen geschickt. Allein diese positive Gesamterfahrung ist ein großer Gewinn für die Demokratie im Kölner Norden.

Gespräch mit Andreas Kossiski, OB-Kandidat der SPD.

Gespräch mit Andreas Kossiski, OB-Kandidat der SPD.

Umfangreiche Kampagne der Demokratiewerkstatt und STARK! im Kölner Norden

Der Kommunal-Wal macht Menschne auf die Wahlen aufmerksam.

Der Kommunal-Wal machte Menschen mit einem Augenzwinkern auf die anstehenden Wahlen aufmerksam.

Zunächst haben wir uns beim Online-Seminar der Demokratiewerkstatt im Kölner Norden per Videokonferenz und Online-Lernplattform „fit für die Wahlen 2020“ gemacht. In der anschließenden Kampagne „Viele Gründe, eine Botschaft: Wählen gehen!“ haben über 40 Menschen und Gruppen Gesicht für die Wahl gezeigt und ihre Botschaften für das Wählen geteilt. Wir haben drei ausführliche persönliche Gespräche mit den stärksten Oberbürgermeister-KandidatInnen, Henriette Reker (parteilos), Andreas Kossiski (SPD) und Jörg Detjen (Die Linke) geführt. Geflüchtete haben mit uns zum ersten Mal die Erfahrung einer demokratischen Wahl gemacht. Der „Kommunal-Wal“ war unterwegs, hat für Aufmerksamkeit gesorgt und Wahl-Aktionen begleitet. Wichtige Informationen wurden per Messenger direkt in die Hosentaschen der (Erst-)Wählerinnen und Wähler geteilt. Dabei waren die Integrationsratswahlen stets genauso im Fokus wie die Kommunalwahlen.

Eine Gruppe des DTVK e.V. hat sich gemeinsam auf den Weg von Seeberg nach Chorweiler gemacht um zur Direktwahl zu gehen.

Eine Gruppe des DTVK e.V. hat sich aufgemacht um gemeinsam an der Direktwahl teilzunehmen.

 

Ein Screenshot von einer Messengernachricht, die Basisinformationen zur Wahl enthält.

Per Messenger wurden Basis-Informationen zum teilen aufbereitet.

Digitale Kampagnen zum Schutz vor Corona

 

 

Bereits Anfang 2020 hat sich die BP zusammen mit der Demokratiewerkstatt im Kölner Norden für eine Kampagne zur Erhöhung der Wahlbeteiligung entschieden. Corona hatte die Planung zwischenzeitlich ziemlich durcheinandergewirbelt. Statt vieler persönlicher Gespräche und vielfältiger Aktionen zu Pfarrfesten, Sommerfesten und Ramadan haben die Gruppen deutlich mehr digital und dezentral organisiert. Insgesamt ist es bemerkenswert, dass sich die zusätzlichen Herausforderungen durch Corona und die damit verbundenen Schutzmaßnahen nicht im großen Umfang negativ auf die Wahlen ausgewirkt haben.

 

Emre hält ein Plakat der Kampagne in die Kamera.

Damit es auch im Schaukasten hängen kann, wurden die Posts für die digitale Kampagne auch als Plakat gestaltet

 

 

Die Schere geht weiter auseinander?

Aber es zeigt sich leider auch, dass die Schere zwischen den Stadtteilen weiter auseinandergeht. Während auf Stadt- und Stadtbezirksebene die Beteiligung bei der Kommunalwahl deutlich gestiegen ist, mussten Stadtteile die sozial und strukturell mit größeren Herausforderungen kämpfen, in ganz Köln sinkende Beteiligungszahlen verzeichnen. Im Kölner Norden waren dies die Stadtteile Bocklemünd/Mengenich und Chorweiler (im Gegensatz zum gleichnamigen Stadtbezirk Chorweiler). Die stärksten Rückgänge gab es stadtweit aber vor allem rechtsrheinisch, in Vingst und Neubrück. Ein Trend, dem es weiterhin gilt entgegenzuwirken.

Nun geht es am 27. September in die Stichwahl zwischen Frau Reker (parteilos) und Herrn Kossiski (SPD). Wir führen unsere Kampagne fort, informieren über Ablauf, Möglichkeiten zur Stimmabgabe und erinnern daran, das Wahlrecht in Anspruch zu nehmen.

Mit den Erfahrungen dieses Jahres nehmen wir schon jetzt die kommenden Wahlen in den Blick. Dann hoffentlich auch wieder mit dem Wahl-Wal aber ohne Gesichtsmasken und Abstand.

STARKe Wahlen 2020 – Viele Gründe, eine Botschaft: wählen gehen!

STARKe Wahlen 2020 – Viele Gründe, eine Botschaft: wählen gehen!

Am 13. September 2020 finden – aller Corona-bedingter Hürden zum Trotz – die Kommunal- und Integrationsratswahlen in Köln statt. Die Gruppen von STARK! im Kölner Norden haben sich in Kooperation mit der Demokratiewerkstatt im Kölner Norden und weiteren zivilgesellschaftlichen Gruppen zum Ziel gesetzt, die Wahlbeteiligung erhöhen. Und das besonders dort im Kölner Norden, wo die Beteiligung bisher gering war. Dabei geht es auch um die Anerkennung dieser Stadtteile bei Politikerinnen und Politikern und die Begegnung auf Augenhöhe mit ihnen.

Am 13. September können (fast) alle Kölnerinnen und Kölner wählen gehen!

Dieses Jahr finden gleich vier Wahlen gleichzeitig statt. Neu gewählt werden

  • eine Oberbürgermeisterin/ein Oberbürgermeister
  • der Rat der Stadt Köln
  • die neun Bezirksvertretungen und
  • der Integrationsrat

Die Demokratiewerkstatt und die Gruppen von STARK! im Kölner Norden haben sich die Aufgabe gesetzt, die Wahlbeteiligung bei allen Wahlen zu erhöhen.

Warum? Dafür gibt es viele Gründe. Deshalb haben wir viele Nord-Kölnerinnen und Kölner gefragt, was ihre persönlichen Botschaften sind.

„Heimat fällt nicht vom Himmel“ Persönliche Botschaften für Wahlbeteiligung

Allahdoum Boulo-Moulkohg zum Beispiel, der seit vielen Jahren in der Arbeit afrikanischer migrantischer Selbstorganisation aktiv ist, unter anderem als Vorsitzender von Haus Afrika / des Fördervereins Afrikanischer Bildungsarbeit (FAB e.V.) sowie als Generalsekretär von ARTA e.V., verbindet seinen Aufruf zur Wahl zu gehen mit der Botschaft: „Damit wir eins werden“.

Dominic Passgang von der Gruppe Mosaik fordert die Menschen um ihn herum auf sich zu beteiligen, damit „Nazis keine Schnitte sehen“. Jürgen Peters von der Katholischen Kirchengemeinde St. Pankratius am Worringer Bruch gibt zu bedenken: „Heimat fällt nicht vom Himmel“.

 

 

 

Schon „fit für die Wahlen“? Basisinformationen auf dem Weg zum Wahltag

Neben den Appellen zur Wahl zu gehen, vermittelt die Kampagne #STARKeWahlen2020 auch Basisinformationen zu den Schritten des Wahlprozesses. Dazu haben sich 15 MultiplikatorInnen bereits in einem Seminar der Demokratiewerkstatt in die Details vertieft und die Informationen für die öffentliche Kampagne aufbereitet. Die Kampagne wird die Menschen über die Wochen vor der Wahl immer wieder auf den aktuellen Stand bringen. Etwa wenn die Wahlbenachrichtigungen versendet werden oder die Direktwahl im Bürgerzentrum möglich ist.

Begegnung auf Augenhöhe. Persönliche Gespräche mit PolitikerInnen

Drittes Standbein der Kampagne #STARKeWahlen2020 sind persönliche Gespräche mit PolitikerInnen, in denen es neben inhaltlichen Fragen auch um die Menschen hinter den Ämtern gehen wird. Was motiviert sie, ihre Aufgaben zu erfüllen? Wofür brennen sie? Aber auch: wie viel wissen sie eigentlich über die Anliegen der Menschen im Kölner Norden und sind sie bereit, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen?

Bei allem liegt unser besonderer Fokus auf Stadtteilen und Gruppen, in denen die Wahlbeteiligung bei den vergangenen Wahlen eher niedrig war. Dazu haben wir neben den üblichen Wegen: Soziale Medien, Plakate, Aktionen vor Ort auch das Ziel, über Multiplikatoren in den internen Messenger Gruppen Menschen zu erreichen.

Wer mitmachen möchte kann sich per Mail, Telefon oder Messenger-Nachricht melden bei

Neele Behler neele.behler@organizing-nrw.de, 0163 879 19 98

Folgen Sie uns auf Twitter und Instagram unter @stark-koeln oder erhalten Sie die Infos zur Kampagne per Mail.

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