Jetzt! Demokratie stärken – Mitbestimmen

Jetzt! Demokratie stärken – Mitbestimmen

20170611_130743

Die Bürgerplattform Stark! im Kölner Norden startet gemeinsam mit der Karl-Arnold-Stiftung e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung die Demokratiewerkstatt im Kölner Norden. In einem Mix aus Gesprächen, Vor-Ort-Aktionen, Demokratiecafés und politischer Bildung wollen wir in Ihrem Veedel die Demokratie stärken, Sie einladen mitzubestimmen und mit Ihnen erkunden, wie Teilhabe und gegenseitiges Lernen auf- und ausgebaut werden können. Wir freuen uns, wenn wir dazu z.B. auf dem Wochenmarkt, in der Kirche, in der Moschee, im Vereinsheim, in der Gartenanlage oder einfach an einem anderen passenden Ort miteinander ins Gespräch kommen.

Die Hintergründe zum Projekt

Bei den nordrhein-westfälischen Landtagswahlen haben sich in Köln die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Chorweiler mit 31,9 Prozent am geringsten an der Wahl beteiligt. Nicht einmal jede/r dritte Wahlberechtigte ging in Chorweiler wählen. Zum Vergleich: Die Wahlbeteiligung in der Stadt Köln lag bei 64,9 Prozent und landesweit bei 65,2 Prozent.

Aber auch das Wahlergebnis unterscheidet sich im Stadtteil Chorweiler deutlich vom Gesamtergebnis in Köln. Sowohl die AFD als auch die Linke konnten zweistellige Wahlergebnisse in Chorweiler einfahren. Die AFD erzielte im Stadtteil Chorweiler mit 13,1 Prozent ihr bestes und die Linke mit 11,99 Prozent ihr drittbestes Zweitstimmenergebnis in allen Kölner Stadtteilen. Eine Entwicklung, die sich im ganzen Kölner Norden immer wieder zeigt. Ähnliche Ergebnisse gab es bereits bei den letzten Oberbürgermeister, Stadtrats- und Bundestagswahlen.

Die Gründe hierfür und für eine weitergehende Politikverdrossenheit sind vielfältig und nicht einfach zu bestimmen. Vor dem Hintergrund von vermeintlich einfachen Antworten auf komplexe Probleme durch Populisten ist es dringend geboten, die Vorzüge einer liberalen Demokratie deutlich zu machen und die Menschen für die Teilhabe an politischen Prozessen zu aktivieren.

Das Projekt „Jetzt! Demokratie stärken – Mitbestimmen“ ist Auftrag und Motto der Demokratiewerkstatt im Kölner Norden – eines Gemeinschaftsprojektes der Karl-Arnold-Stiftung und der Bürgerplattform „Stark! Im Kölner Norden“, das sich mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung NRW zum Ziel gesetzt hat, Aktivitäten zur politischen und Demokratiearbeit quartiersbezogen zu bündeln und nachhaltig zu betreiben.

Handlungsorientiert, auf den Grundwerten der Demokratie stehend, sollen die Menschen im Kölner Norden bei der Bewältigung ihrer Probleme begleitet und ermuntert werden, sich für die Durchsetzung ihrer Interessen politisch zu engagieren. Im Rahmen der Demokratiewerkstatt im Kölner Norden werden konkrete Probleme aufgegriffen und bearbeitet, Wirkungsweisen von Entscheidungen kennengelernt, erlernt und eigenständig Lösungswege erarbeitet. Darüber hinaus bietet die Demokratiewerkstatt den Raum, Ärger und Enttäuschungen zu artikulieren.

Demokratie ist Staatsform und Haltung zugleich. Demokratie leben heißt Wahrung der Menschenwürde, gegenseitiger Respekt, gelebte Toleranz, Vielfalt, Beteiligung und Wertschätzung friedlicher Konfliktlösungen.
Diese Haltung wird zurzeit in Teilen unserer Gesellschaft in Frage gestellt. Ablehnung, Skepsis, Ausgrenzung und Zorn prägen dort die Stimmung. Die Demokratiewerkstatt im Kölner Norden will diese Stimmung aufgreifen und will das Gespräch mit vielen Menschen im Kölner Norden suchen.

Im Rahmen der Demokratiewerkstatt wollen wir gemeinsam mit den Menschen in ihrem Veedel die Demokratie stärken, sie einladen mitzubestimmen und mit ihnen erkunden, wie Teilhabe und gegenseitiges Lernen auf- und ausgebaut werden können. Dazu liefert die Demokratiewerkstatt bis Ende 2018 eine Vielzahl von Anlässen und Methoden, wie Aktionen und Mitmach-Stände auf Bürgerfesten und Wochenmärkten, Veranstaltungen in Kirchen, Moscheen und Vereinen, Ansprache und Werbung von Brückenmenschen, Demokratiecafés und politische Bildungsangebote.

Ziel der Demokratiewerkstatt ist es, vielen Menschen im Kölner Norden

  • Mut zu machen, sich aktiv für das Zusammenleben in ihrem Veedel zu engagieren,
  • Lust zu machen auf die Mitgestaltung eines lebens- und liebenswerten Viertels vor Ort,
  • verloren gegangene Zuversicht zurückzugeben.

Gefördert wird die Demokratiewerkstatt im Kölner Norden mit Mitteln der Landezentrale für politische Bildung NRW.

Neue Gruppe: Wir sind da – Flüchtline helfen Bedürftigen e.V.

Neue Gruppe: Wir sind da – Flüchtline helfen Bedürftigen e.V.

Bezirksrathaus Chorweiler, Großer Saal

Copyright: Hubert Brand, www.brandfoto.de

Zur letzten Aktion am 10. Februar hat sich die Gruppe „Wir sind da – Flüchtlinge helfen Bedürftigen e.V.“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Aus der aktiven Flüchtlingsarbeit einer Moschee entstanden und Ende 2016 unterstützt durch das Programm „Weißt du wer ich bin?“ der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), haben sich engagierte Flüchtlinge auf den Weg gemacht, wiederum Ihrerseits anderen Menschen zu helfen. Der Verein möchte mit seinem „sozialen Handeln (Engagement) auf ehrenamtlicher und freiwilliger Basis unter Beweis stellen, dass wir ein Teil dieser Gesellschaft sind. Dabei werden weder politische, religiöse noch finanzielle Aspekte verfolgt.“ Spenden und weitere Unterstützungangebote können über die Bürgerplattform an den Verein weitergeleitet werden.

Impulsgespräch zum IRU am 05. Mai 2017

In Folge der Aktion am 10. Februar 2017 kamen Schulleiter, Lehrer sowie Vertreter der Bürgerplattform Stark! im Kölner Norden in der Henry-Ford-Realschule nochmals zusammen, um mit Frau Ministerin Sylvia Löhrmann über die Verbesserung des islamischen Religionsunterricht im Kölner Norden ins Gespräch zu kommen.

Einen herzlichen Dank an Herrn Gehringer (Schulleiter Henry-Ford-Realschule), an die mitwirkenden Schüler im Bläser-Ensemble und an Christian Feculak für Aufnahme und Schnitt des Videos!

Stellenzusagen für den Kölner Norden!

Stellenzusagen für den Kölner Norden!

Am Freitag, den 10. Februar kamen 322 Menschen aus der Bürgerplattform mit Vertretern aus dem Schulministerium zusammen, um die Situation rund um den islamischen Religionsunterricht im Kölner Norden zu verbessern. Frau Blasberg-Bense, Leiterin der Abteilung 3, Berufliche Bildung, Integration, Ganztag, Schulsport, Kirchen und Religionsgemeinschaften im Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW) des Landes Nordrhein-Westfalen schilderte die derzeitige Situation in der Umsetzung des islamischen Religionsunterrichts und sagte eine Berücksichtigung der Stadt Köln bei der nächsten Verteilung von Lehrerstellen zu. Für das Schuljahr 2017/2018 werden bis zu 12 Lehrerstellen im Großraum Köln umgesetzt.

(mehr …)

Pin It on Pinterest